Ratgeber

Mit diesen Mythen müssen wir aufräumen!

30.06.2022

«Dä Hampi hät gseit, dass i uf mim Husdach kein Blitzschutz bruch!» oder «Mir isch empfohlä wordä, zum vor de Feeri alli Heizige abedrülle!»

 

Wurden Ihnen auch schon Ratschläge erteilt, obwohl sie gar nicht so genau wissen, ob das auch wirklich stimmt? Oftmals handelt es sich bei solchen Aussagen um «Mythen». Also um Sätze, die einfach so dahergesagt werden, da man sie halt eben mal so aufgeschnappt hat – obwohl sie eigentlich gar nicht richtig oder wahr sind. Aber oft ist uns das gar nicht bewusst. Denn schliesslich weiss es der Nachbar am besten, der Schwiegervater hat sowieso immer Recht und auch der Arbeitskollege gibt gerne seinen Senf dazu. Oft sind solche Aussagen aber auch einfach erfunden oder sogar falsch. Höchste Zeit also, die Falschannahmen aus der (Bau-)Welt zu schaffen: Wir räumen mit dem gefährlichen Halbwissen auf und legen die Fakten auf den Tisch!

 

Übrigens ist es aber kein Mythos, wenn wir sagen, dass Sie bei der Eigenmann AG alles aus einer Hand kriegen: Die Bereiche Dach, Solar, Fassade, Heizung und Sanitär finden Sie bei uns nämlich alle unter einem Dach. Wir begleiten Sie von der Beratung über die Planung bis zur Ausführung – und sind natürlich auch nachher noch für Sie da. Sei es mit unserem Wartungs-Abo oder bei Fragen. Wir sind zur Stelle, wenn Sie uns brauchen. Eigens für Sie!

Mythen im Bereich Photovoltaik

 

Haben Sie eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach oder denken Sie gerade über die Installation nach? Sind Sie vielleicht sogar noch unschlüssig, da Sie ja mal irgendwo aufgeschnappt haben, dass die Sonne in der Schweiz für Solarenergie sowieso nicht ausreicht? Wir können Sie beruhigen und schon vorab sagen: Eine Photovoltaikanlage kann sich durchaus lohnen. Aber lesen Sie am besten gleich selbst, wenn unser Solar-Team die letzten Wolken beseitigt und für strahlenden Sonnenschein sorgt!

Photovoltaik

«Wenn das Stromnetz durch einen Blackout ausfällt, habe ich durch die Photovoltaikanlage auf meinem Dach trotzdem Strom.»

Das stimmt so nicht. Der Netzelektriker hätte nämlich keine Freude, wenn bei einem herbeigeführten Unterbruch die Photovoltaikanlage weiterhin Strom produzieren würde – das wäre nicht nur für ihn, sondern auch für Sie gefährlich. Bei einem Stromausfall ist man also mit einer Photovoltaikanlage auch nur bis zu einem gewissen Grad unabhängig. Verfügt man aber zusätzlich zur Anlage auf dem Dach über eine Batterie und eine Netzumschaltbox, wird man auch bei einem Stromunterbruch noch immer mit Strom versorgt. Das zusätzliche Gerät trennt das Netz physisch ab und ist mit ungefähr CHF 1’500.– relativ erschwinglich.

«Die erneuerbare Energie kann sowieso nie ein Atomkraftwerk ersetzen!»

Klar – die Energie aus ausschliesslich erneuerbaren Quellen reicht (noch) nicht aus. In der Schweiz verfügen wir aber über zahlreiche Speichermöglichkeiten. Im Ausland ist man beispielsweise noch viel abhängiger vom Gas und kann einen Switch nicht einfach so machen. Vielleicht erinnern Sie sich an Ihren letzten Aufenthalt in England, wo warmes Wasser nicht innert weniger Sekunden aus dem Hahn fliesst, wenn man den Regler nach links dreht. Oder auch beim Kochen ist Ihnen in anderen Ländern vielleicht aufgefallen, dass noch viel häufiger auf einem Gasherd gekocht wird. Wie schon gesagt: Erneuerbare Energie allein reicht nicht. Aber mit allen Speichermöglichkeiten, die man in der Schweiz ansteuern könnte, ist eine Veränderung in Richtung Verdrängung der Atomkraft durchaus denkbar.

«Eine Solaranlage verhunzt das Äussere meines Eigenheims!»

Das muss nicht sein! Indach-Anlagen sind sehr unauffällig und auch Aufdach-Anlagen kann man heutzutage so montieren, dass sie fast mit der Umgebung verschmelzen. Bei uns wird bei der Installation einer Photovoltaikanlage grosser Wert auf die Ästhetik gelegt. Module sind in fast allen Farben erhältlich und bei besonderen Wünschen gibt es sogar Extraanfertigungen. Und wenn man auf eine extra auffällige Photovoltaikanlage setzt und sie beispielsweise auch in die Fassade integriert, kann man damit auch ein Statement setzen.

Mythen im Bereich Spenglerei

 

Kupferblech, Zinkblech oder Stahlblech – haben Sie noch den Überblick über die Werkstoffe? Eigentlich brauchen Sie den gar nicht, denn schliesslich haben Sie dazu uns als Profis an der Seite. Wir haben aber gemerkt: Wo viel Unsicherheiten bestehen, gibt es auch immer viel gefährliches Halbwissen. Darum sind wir verschiedenen Mythen auf die Spur gegangen und haben bei unserem Spengler-Team nachgefragt.

Spenglerei

«Die Regenrinnen aus Kupfer rosten ja eh in kurzer Zeit!»

Kupfer rostet an und für sich nicht – Kupfer enthält nämlich keinen Stahl. Er schützt sich aber selbst gegen Korrosion und bildet eine stabile Schutzschicht. Durch die Reaktion mit Sauerstoff kommt es bei Kupfer früher oder später zu einer Patina: Das ist aber kein Rost, sondern Grünspan. Der Werkstoff Kupfer verfügt über eine besondere Witterungsbeständigkeit und eignet sich darum hervorragend für Regenrinnen oder Teile der Dachabdeckung.

«Ich brauche keinen Blitzschutz, schliesslich habe ich direkt neben meinem Haus eine 30 Meter hohe Tanne.»

Ein direkt neben dem Haus stehendes Objekt, welches das Hausdach überragt, ist kein Schutz vor einem allfälligen Blitzeinschlag. Denn der Blitz schlägt nicht unbedingt ins höchste Objekt ein: Bevorzugt schlägt ein Blitz dort ein, wo die Luft, die ein Objekt umgibt, ionisiert ist. So kann es also vorkommen, dass der Blitz genau zwischen zwei hohen Tannen einschlägt – weil sich dort eben vielleicht gerade eine elektrisch leitfähige Spitze oder Kante befindet. Darum lohnen sich ein äusserer und innerer Blitzschutz – um zum Beispiel das Mauerwerk und sämtliche elektrische Anlagen im Haus zu schützen.

«Ich möchte kein Metalldach, denn die ziehen Blitze an!»

Es ist natürlich eine potenzielle Gefahr, wenn viele Teile eines Objekts aus Metall bestehen – aber das muss nicht zwingend bedeuten, dass der Blitz auch dort einschlägt. Denken Sie an ein OpenAir: Wenn es dort gewittert und alle mit Schirmen mit Metallspitzen in der Menge stehen, schlägt der Blitz nicht unbedingt dort ein.

Mythen im Bereich Steildach und Fassade

 

Denkt man an einen Dachumbau oder eine Neugestaltung der Fassade, schrillen in vielen Köpfen automatisch die Alarmglocken: Asbest! Unsere Profis aus den Bereichen Steildach und Fassade wissen es aber besser. Und auch bei anderen Fragen können sie Kundinnen und Kunden beruhigen: Darum plaudern sie aus dem Nähkästchen und stehen gerade, wenn die Mythen rund um Steildach und Fassade mal wieder steil gehen…

Steildach Fassade

«Ich möchte bei meinem Objekt keine Bestandteile aus Faserzement und auch keine Eternit-Elemente – denn die enthalten ja Asbest.»

Asbest wurde bis 1990 in die Schweiz importiert und verbaut. Solange Asbest in Baumaterialien fest gebunden ist, stellt er keine Gefahr dar. Bei Umbau-, Unterhalts- und Renovierungsarbeiten können Asbestfasern freigesetzt werden – atmen wir die ein, gefährdet das unsere Gesundheit. Da die Thematik gerade bei Häusern, die vor 1990 gebaut wurden, noch immer aktuell ist, ist in vielen Köpfen verankert, dass in Faserzement oder Eternit automatisch Asbest enthalten ist. Das stimmt aber nicht – dieses Problem wurde gelöst und (neue) Eternit-Elemente oder Bestandteile aus Faserzement stellen heute keinerlei Gefahr mehr dar.

«Ist mein Haus luftdicht, kann ich darin doch gar nicht mehr atmen!»

Wenn man davon spricht, das zukünftige Haus luftdicht zu machen, erschrecken erst einmal viele und haben das Gefühl, es komme keine frische Luft mehr rein. Das ist aber überhaupt nicht so: Bei einem luftdichten Gebäude geht es nämlich viel mehr darum, warme Luft im Innern halten zu können, während die kalte Luft draussen bleibt. Durch das Vermeiden unkontrollierter Luftströmungen werden ein grösserer thermischer Komfort und eine höhere Energieeffizienz gewährleistet. Die ganze Zeit zirkulieren Luft und Feuchtigkeit – aber eben genau so, wie sie sollen.

«Ein Dach muss nach 20 Jahren erneuert werden.»

Wenn das so wäre, würde unser Arbeitsalltag nur daraus bestehen, Dächer zu sanieren. Demnach stimmt diese Aussage so nicht. Hat man die Bauarbeiten nämlich bereits zu Beginn sauber erledigt, hat man bei einem Steildach mindestens die nächsten 50 Jahre Ruhe. Für Hausbesitzer ist es also einfach wichtig, das Dach regelmässig zu kontrollieren und allenfalls zu warten. Wie häufig das aber notwendig ist, hängt auch immer vom Standort, der Verschmutzung und den Wetterlagen ab.

Mythen im Bereich Flachdach

 

Im Bereich Flachdach gibt es wohl den Mythos schlechthin: Flachdächern wird nämlich nachgesagt, dass sie undicht sind. Und wenn sie es nicht schon von Anfang an sind, dann ganz bestimmt nach kurzer Zeit. Wir wissen es aber besser: Unser Flachdach-Team ist uns Rede und Antwort gestanden und fegt den Mythos vom undichten Flachdach ein für alle Mal vom Tisch…

Flachdach

«Flachdächer sind sowieso undicht!»

Das kann natürlich vorkommen, sollte aber keinesfalls der Normalfall sein. Denn schliesslich gibt es auch bei Flachdächern gewisse Normen, die es einzuhalten gilt. Meistens ist ein Flachdach undicht, wenn es durch Fremdeinwirkung beschädigt wurde. Die Gefahr ist also während der Bauphase am grössten. Problematisch wird es, wenn die Beschädigungen nicht gemeldet werden. Dann kann es nämlich über die Jahre durchaus vorkommen, dass ein Dach undicht wird.

«Auf begrünten Flachdächern muss jedes Jahr der Rasen gemäht werden.»

Eines ist klar: Begrünte Flachdächer sind definitiv wartungsintensiver als beispielweise ein Kiesdach. Aber trotzdem bedeutet das nicht, dass plötzlich der Rasenmäher auch noch auf dem Dach zum Einsatz kommt. Durch eine «anständige» Begrünung sollte es auch nicht vorkommen, dass Rasen durchwächst – die Begrünung besteht nämlich aus Kräutern und Sedum. Je nach Substrat geht es oft zu lange, bis ein Flächenbewuchs entsteht. Darum kommt es schnell zu Fremdwuchs. Jäten steht bei einem begrünten Flachdach also schon das eine oder andere Mal auf dem Jahresprogramm. Es kann auch vorkommen, dass es sich invasive Pflanzen wie Schnittlauch oder in den Seeregionen auch Schilfgewächse auf dem Flachdach bequem machen. Da hilft dann meistens nichts anderes mehr, als die Begrünung ganz zu entfernen und neu anzulegen.

Mythen im Bereich Heizung

 

Bevor es in die Ferien geht, noch schnell die Heizung herunterdrehen. Damit es nachher schnell wieder warm wird, dem Heizkörper ordentlich einheizen. Und am besten grad die Türen in der ganzen Wohnung offen stehen lassen, damit sich die Wärme ordentlich ausbreiten kann. Im Idealfall wissen Sie bereits, dass das so nicht stimmt. Denn natürlich gibt es auch im Bereich Heizung den einen oder anderen Mythos. Dieses Halbwissen hat unter Umständen Auswirkungen auf unsere Umwelt oder belastet sogar das eigene Portemonnaie. Darum ist es höchste Zeit, dass diese Mythen ein für alle Mal durch unsere Heizungs-Profis entkräftet werden!

«Am Strom kann ich am meisten sparen!»

Das stimmt so nicht – der grösste Posten im Bereich Energie ist nämlich die Heizung. Ungefähr drei Viertel der Energie eines Haushalts sind auf das Erwärmen der Räume und des Wassers zurückzuführen. Bereits mit einem Grad Zimmertemperatur weniger können sechs Prozent Energie eingespart werden. Das Einsparpotenzial ist also beim Heizen am grössten.

«Die Idealtemperatur ist in jedem Raum 21 Grad.»

21 Grad ist die Temperatur, bei der sich der Mensch grundsätzlich am wohlsten fühlt. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Raum auf genau diese Temperatur geheizt werden soll. Wo wir uns nur kurz aufhalten, wie zum Beispiel im Flur, reichen 15 bis 18 Grad aus. In der Küche spenden auch die Haushaltsgeräte Wärme: Darum sind hier 18 bis 20 Grad genau richtig. Für einen guten Schlaf darf’s mit ungefähr 17 Grad auch ruhig etwas frischer sein. Zu frisch sollte es allerdings auch nicht sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. Und last but not least sind im Bad Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad optimal.

«Eine Wärmepumpe ist nur für einen Neubau geeignet!»

Das war vielleicht mal so, aber heute stimmt das definitiv nicht mehr: Anders als vor 20 Jahren lassen sich Wärmepumpen inzwischen sowohl im Neubau als auch bei Sanierungen problemlos einsetzen.

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